Behandlungsablauf

Ihre betreuende Ärztin bzw. Ihr Arzt stellt bei medizinischer Notwendigkeit eine Heilmittelverordnung für Sprachtherapie oder ein Privatrezept aus.

Grundsätzlich können alle Ärzte Sprachtherapie bzw. Logopädie verordnen (Kinder- und HNO-Ärzte, Phoniater, Pädaudiologen, Allgemeinmediziner, Internisten, Neurologen, Kieferorthopäden, Zahnärzte etc.).

Den ersten Termin vereinbaren Sie bitte telefonisch mit uns. Innerhalb von 14 Tagen nach Erstellung der Heilmittelverordnung muss mit der Therapie begonnen werden.

In der Regel erfolgt die Therapie 1–2-mal wöchentlich, bei Bedarf öfter. Eine Therapieeinheit dauert je nach Verordnung 30, 45 oder 60 Minuten. Die Behandlungsdauer kann je nach Störungsbild wenige Wochen bis zu mehreren Jahren betragen.

Bei Immobilität, das heißt, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht zu uns in die Praxis kommen können, und ärztlich verordnet kann die Therapie zu Hause oder im Seniorenzentrum bei einem Hausbesuch erfolgen.

Sie erhalten feste Termine bei einer bestimmten Therapeutin/einem Therapeuten – eine Wartezeit fällt selten an.

Bei Verhinderung bitten wir Sie, 24 Stunden vorher abzusagen.

Die Kosten der Therapie werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Eine Eigenbeteiligung (Zuzahlung) ist für Kassenversicherte ab dem 18. Lebensjahr gesetzlich vorgeschrieben. Pro Verordnung fällt eine Pauschale von 10 Euro plus 10 % des Verordnungswertes an. Auch dies ist gesetzlich vorgeschrieben.

Bei privat Versicherten richtet sich die Kostenübernahme nach dem individuell abgeschlossenen Tarif.

Im ersten Gespräch erfolgen eine ausführliche Anamnese und Diagnostik. Darauf aufbauend werden gemeinsam Therapieziele festgelegt und ein individueller Behandlungsplan erstellt.

  • Anamnese, organisatorische Fragen
  • Diagnostik
  • Therapieziele
  • Behandlungskonzept
  • Übungen für zu Hause
  • Verlaufsdiagnostiken, Anpassung der Therapieziele
  • Therapiebericht für die Ärztin bzw. den Arzt

Während des ersten Besuchs wird eine ausführliche Anamnese, die Besprechung der Krankheitsgeschichte bzw. der Entwicklungsschritte der Kinder durchgeführt sowie über die organisatorischen Gepflogenheiten im „Sprechzimmer“ informiert.

Im Anschluss bzw. in den nächsten Therapieeinheiten wird eine umfassende Diagnostik erstellt, das heißt Untersuchungen beispielsweise der Artikulation, des Wortschatzes, der Grammatik, des Verstehens von Sprache, der Schreib- und Leseleistungen durchgeführt. Des Weiteren werden gegebenenfalls die Atem-, Stimm- und Schluckfunktionen getestet.

Aufgrund der Ergebnisse dieser Untersuchungen und der ärztlichen Verordnung informieren wir Sie über die betreffenden Sprach- Sprech-, Stimm-, Hör- und Schluckauffälligkeiten so eingehend wie möglich und vereinbaren individuelle Therapieziele.

Anschließend erstellen wir ein individuelles Behandlungskonzept, welches mit Ihnen besprochen und erörtert wird. Das Konzept wird immer wieder an den aktuellen Stand des Therapieverlaufs angepasst.

Jede logopädische Therapie beinhaltet spezifische Übungen, die teilweise im häuslichen Umfeld durchgeführt werden, Gespräche zum Therapieverlauf und Anleitungen zum selbstständigen Üben. Besondere Beachtung findet die Einbeziehung der Angehörigen in die Therapie. Denn gemeinsam im Team werden die Ziele am effektivsten erreicht.

Die Therapieeinheiten werden individuell für Sie gestaltet und beruhen auf evidenzbasierten Konzepten nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Studien.

In diesem Zusammenhang möchten wir betonen, wie wichtig es ist, dass sich alle bei uns im „Sprechzimmer“ wohlfühlen.

So kann es sinnvoll sein, dass ein Kind selbst entscheidet, was es zu diesem Zeitpunkt spielen möchte oder ein Erwachsener die Möglichkeit erhält, sich einmal etwas von der Seele zu reden.

In regelmäßigen Abständen werden standardisierte Verlaufsdiagnostiken durchgeführt, um die Fortschritte der Therapie zu dokumentieren und gemeinsam neue Therapieziele zu definieren.

Zum Ende einer Heilmittelverordnung wird für die verordnende Ärztin bzw. den verordnenden Arzt ein Therapiebericht erstellt, der über die logopädische Behandlung informiert. Daraufhin kann eine Entscheidung darüber gefällt werden, ob weitere Therapieeinheiten verordnet werden oder nicht.

Sie geben die mitgebrachte Verordnung an der Rezeption ab, damit sie auf ihre Richtigkeit geprüft werden kann.

Daraufhin werden Sie von der zuständigen therapeutischen Fachperson begrüßt und in das Sprechzimmer (Therapieraum) begleitet. Sollte die Rezeption nicht besetzt sein, werden Sie zu gegebener Zeit abgeholt.

Ein kurzes Gespräch dient dazu, einander kennenzulernen.

Kleinen Patienten wird ein Spiel oder ähnliches angeboten, während sich die Erwachsenen durch die bürokratischen Erfordernisse arbeiten. Diese umfassen eine Anmeldung und die Anamnese.

Während des logopädischen Erstgesprächs, auch Anamnese genannt, haben Sie die Möglichkeit, uns die Problematik näher zu beschreiben. Es findet eine logopädische Diagnostik statt, sofern dies zeitlich noch möglich ist, andernfalls wird diese in der nächsten Therapieeinheit durchgeführt.

Die Diagnostik besteht aus standardisierten sprachtherapeutischen Untersuchungen und wird durchgeführt, um einen genauen Überblick über den aktuellen Stand in Bezug auf Stimme, Sprache, Sprechen, Hören oder Schluckfunktion der Patienten zu erhalten.

Die daraus gewonnen Erkenntnisse bilden die Grundlage für eine gezielte und effiziente logopädische Behandlung. In diesem Zusammenhang werden nach der Diagnostik die gemeinsamen Ziele definiert.

Sie benötigen eine Heilmittelverordnung (Rezept) Ihrer Ärztin bzw. Ihres Arztes, die nicht älter als 14 Tage ist.

Haben Sie noch weitere medizinische oder persönliche Unterlagen, die für die Diagnostik hilfreich sind, bringen Sie diese bitte mit.

Da die Sprach-, Sprech-, Stimm-, Hör- und Schlucktherapien als Heilmittel ein Teil der medizinischen Grundversorgung sind, müssen sie ärztlich verordnet werden. 

Daher müssen Sie sich im Vorfeld mit den zuständigen ärztlichen Fachpersonen Verbindung setzen. In erster Linie sind dies Phoniater, HNO-Ärzte, Neurologen, Kinderärzte, Kieferorthopäden, Zahnärzte, Allgemeinmediziner, Internisten sowie Hausärzte.

Wenn Ihnen eine logopädische Therapie empfohlen und eine Heilmittelverordnung ausgestellt wurde, bringen Sie diese bitte zur ersten Behandlung mit. Der Behandlungsbeginn der logopädischen Therapie darf nicht länger als 14 Tage nach dem Ausstellungsdatum des Rezeptes liegen. 

Gesetzlich Versicherte

Gesetzlich versicherte Patienten benötigen eine Heilmittelverordnung von der behandelnden Ärztin bzw. dem Arzt, die wie folgt aussieht:

So sieht das Rezept aus, wenn es von der Zahnärztin/dem Zahnarzt oder der Kieferorthopädin/dem Kieferorthopäden verordnet wird:

Kosten

Für Kinder unter 18 Jahren fallen keine Rezeptgebühren an. Erwachsene zahlen einen Eigenanteil in Höhe von 10 Prozent des Rezeptwertes. Diese Kosten sind durch den Gesetzgeber vorgegeben.

Wenn Sie von ihrer Krankenkasse von der Zuzahlung befreit sind, werden die kompletten Kosten von der Krankenkasse übernommen. Bei bestimmten Einkommensgrenzen oder chronischen Erkrankungen besteht die Möglichkeit der Befreiung von Rezeptgebühren durch die Krankenkasse.

Privat Versicherte

Auch privat versicherte Patienten sollten sich zuerst mit ihren Ärzten in Verbindung setzen, da sie ein Privatrezept benötigen. Die Versicherungen erstatten die Kosten im Rahmen der vereinbarten Tarife. Auf Anfrage erstellen Logopäden einen individuellen Kostenvoranschlag, aufgrund dessen die private Krankenkasse Auskunft darüber geben kann, in welchem Umfang die auf Sie zukommenden Therapiekosten getragen werden.

Woher erhalte ich ein Rezept für eine logopädische Therapie?

Die logopädische Behandlung ist ein ärztlich verordnetes Heilmittel. Daher führt Ihr Weg zu uns in die Praxis zunächst über Ihre behandelnde Ärztin bzw. Ihren Arzt.

Verschreibende Mediziner können Hausärzte, HNO-Ärzte, Phoniater, Neurologen u. a. sein. Bei jüngeren Kindern sind es meist die Kinderärzte oder auch Zahnärzte oder Kieferorthopäden.

Ihre behandelnde Ärztin/Ihr Arzt wird mit Ihnen den Therapiebedarf sowie den spezifischen Umfang der logopädischen Therapie besprechen. 

Wird eine Therapieindikation festgestellt, erhalten Sie eine Heilmittelverordnung (Rezept) für die Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie. 

Nähere Informationen bezüglich der logopädischen Verordnung finden Sie unter: www.heilmittelrichtlinien.de. 

Anschließend können Sie einen Termin bei uns vereinbaren. Bitte beachten Sie hierbei, dass die vom Arzt ausgestellte Heilmittelverordnung nur 14 Tage lange Gültigkeit hat. 

Wer bezahlt die logopädische Behandlung?

Bis zum Erreichen des 18. Lebensjahres übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine logopädische Therapie in vollem Umfang.

Ab dem 18. Lebensjahr muss ein Eigenanteil in Höhe von 10% des Rezeptwertes vom Patienten selbst übernommen werden.  

Insbesondere schwer betroffene Patienten mit hohem Therapiebedarf haben die Möglichkeit, sich von der Zuzahlungspflicht befreien zu lassen, sodass kein Eigenanteil übernommen werden muss. Diesbezüglich wenden Sie sich bitte an den jeweiligen Sachbearbeiter Ihrer Krankenkasse.

Sind Sie privat versichert, haben Sie die Möglichkeit, anhand eines individuell für Sie erstellten Kostenvoranschlages bei Ihrer Versicherung anzufragen, in welchem Umfang die auf Sie zukommenden Therapiekosten erstattet werden. Ihr Anteil richtet sich nach den von Ihnen mit Ihrer Versicherung vereinbarten Tarifen.

Wie lange dauert die Therapie in der Regel?

Abhängig vom Störungsbild und vom Therapiebedarf werden nach Ermessen Ihrer behandelnden Ärztin/Ihres Arztes Therapieeinheiten von 30, 45 oder 60 Minuten verordnet. Meist ist eine Therapiefrequenz von 1–2-mal pro Woche sinnvoll. Für die erste Therapiestunde planen Sie nach Möglichkeit 60 Minuten ein.

Je nach logopädischem Störungsbild und Ermessen der Ärztin/des Arztes finden in der Regel 1–2 Behandlungseinheiten pro Woche in der Logopädie-Praxis oder bei einem Hausbesuch statt.

Die Dauer einer Therapieeinheit beträgt je nach Verordnung 30, 45 oder 60 Minuten. 

Die Grundlage für die Verordnung von Heilmitteln, die mögliche Therapiefrequenz, Therapiedauer und Verordnungsmenge stellt der Heilmittelkatalog individuell für die jeweiligen Störungsbilder dar.

Bei Beendigung einer Behandlungssequenz der Logopädie-Verordnung ist eine ärztliche Kontrolle erforderlich. Hierzu erhält die Ärztin/der Arzt von der behandelnden Logopädin/dem behandelnden Logopäden einen ausführlichen Bericht. In diesem werden die Resultate der logopädischen Diagnostik, einer eventuellen Re-Diagnostik und des Behandlungsverlaufs dargestellt sowie eine Empfehlung für die weitere mögliche Vorgehensweise gegeben.

Im Allgemeinen findet die logopädische Therapie im „Sprechzimmer“, in den Räumen der logopädischen Praxis in Eislingen an der Fils, Göppingen-Faurndau oder in Kirchheim unter Teck statt.

Eine Ausnahme wird dann gemacht, wenn die verordnende Ärztin/der Arzt aus gesundheitlichen Gründen einen Hausbesuch verordnet. In diesem Fall sucht das therapeutische Fachpersonal die Patienten in ihrem häuslichen Umfeld auf und die Therapiesitzungen werden zu Hause oder im Alters- und Pflegeheim durchgeführt.

Im „Sprechzimmer“ bieten wir eine kompetente, individuell zugeschnittene logopädische Diagnostik an, welche auf standardisierten und objektiven sprachtherapeutischen Verfahren basiert.

In enger Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten, beteiligten therapeutischen Einrichtungen und dem therapierelevanten Umfeld wird ein individueller logopädischer Behandlungsplan erstellt, in dem die Therapieziele systematisch erarbeitet und dargestellt werden.

Dieser Plan dient als Grundlage dafür, die logopädische Behandlung effizient und fortschrittsorientiert voranzubringen.

Innerhalb des Behandlungszeitraumes finden regelmäßig Verlaufsdiagnostiken statt, um die Therapieerfolge und den jeweils aktuellen Stand zu dokumentieren und dadurch die sprachtherapeutische Behandlung professionell abzusichern.

Um einen Termin zu vereinbaren, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.

Gerne stehen wir Ihnen jederzeit telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung und freuen uns auch über ein persönliches Gespräch bei uns im „Sprechzimmer“ in Eislingen oder Kirchheim.

Wenn wir gerade eine logopädische Behandlung vornehmen und daher telefonisch nicht erreichbar sind, ist stets ein Anrufbeantworter geschaltet, auf dem Sie Ihre Nachricht hinterlassen können. 

Wir rufen Sie zurück, um einen Termin zu vereinbaren.