Lerntherapie – Lernen lernen!

Probleme in der Schule bedeuten eine schwierige Situation sowohl für die Kinder wie auch ihre Eltern. Bei Schul- oder Lernproblemen wird ihre Beziehung oft stark strapaziert.

Wenn reine Nachhilfe nicht mehr ausreicht, die Noten positiv zu verändern und die Hausaufgabensituation zu entspannen, sollte mit einer Lerntherapie begonnen werden.

  • Legasthenie / Lese-Rechtschreibschwäche (LRS)
  • Dyskalkulie / Rechenschwäche
  • Aufmerksamkeitsstörungen wie z. B. AD(H)S
  • Konzentrationsstörungen
  • Schulängste
  • Lernblockaden

Die Lerntherapie ist immer individuell auf die Bedürfnisse des Kindes und der Familie ausgerichtet. Die Behandlungsansätze und -methoden richten sich nach den Lernvoraussetzungen der Kinder, ihren Defiziten, Schwierigkeiten, aber auch nach ihren Stärken.

Nach einem Elterngespräch, einer Anamnese mit den Eltern und dem betroffenen Kind erfolgt die Diagnostik anhand von diversen Tests und Screenings und werden Therapieziele definiert. Darauf basiert der individuelle Behandlungsplan.

Ein enger Kontakt zu Eltern, Erziehern, Lehrern, Psychologen und Ergotherapeuten ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Lerntherapie im Sinne des Kindes.

Der Schwerpunkt der Lerntherapie ist nicht die Vermittlung von Schulwissen! Es wird an den Grundlagen der Fähigkeiten bzw. der Vorläuferfähigkeiten für das Lesen und Schreiben gearbeitet (z. B. an Teilleistungen wie der zentral-auditiven Wahrnehmung, der phonologischen Bewusstheit im engeren und weiteren Sinne, der Konzentration) und damit die Voraussetzungen für erfolgreiche Lernprozesse geschaffen. Zudem werden Lernstrategien und Tipps für Hausaufgaben vermittelt. Dies beinhalten auch die Rollen der Eltern und Kinder. Daher ergänzen sich diese Bereiche und ersetzen sich nicht.

  • Motiviertes und strukturiertes Lernen
  • Selbstständiges und eigenverantwortliches Lernen
  • Umgang mit Stresssituationen verbessern
  • Übertragung in den Alltag
  • Entdecken der eigenen Fähigkeiten
  • Stärkung der Eigenwahrnehmung und des Selbstwertgefühls
  • Steigerung der Konzentration und Ausdauer
  • Verbesserung der individuellen Fähigkeiten bzgl. des Lesens und Schreibens
  • Legasthenie-Training
  • Verbesserung von Teilleistungs- und Wahrnehmungsstörungen
  • Vermittlung von Lernstrategien
  • Tipps für die Hausaufgabensituation
  • Vermittlung von Erfolgserlebnissen und Stärkung des Selbstbewusstseins
  • Verminderung von Schul- und Prüfungsängsten

Haben Sie Fragen oder sind Sie unsicher, ob ihr Kind Nachhilfe oder eine Lerntherapie benötigt, scheuen Sie sich bitte nicht, uns anzusprechen.

Lese-Rechtschreibstörung (bzw. Lese-Rechtschreibschwäche oder LRS) und Entwicklungsdyslexie

LRS ist eine Teilleistungsstörung, die im Rahmen des konventionellen Lese- und Rechtschreibunterrichts zu einer Stagnation des Lernprozesses in diesen Bereichen führt, in anderen Leistungsbereichen erreichen die Kinder ihrem Intelligenzniveau entsprechende Leistungen.

Generell ist von einem multifaktoriellen Bedingungsgefüge auszugehen.

Die Legasthenieforschung geht von einer allgemeinen Entwicklungsstörung der visuellen oder auch der auditiven Wahrnehmung sowie der sensorischen Integration aus.

Aktuelle Untersuchungen nehmen als Ursache eine nicht überwundene Störung der Sprachentwicklung an, die durch eine Störung des phonologischen Systems, d. h. der phonologischen Bewusstheit im engeren und weiteren Sinne, zu einer Schriftsprach- bzw. Leseerwerbsstörung führen kann. Die Ursache ist weniger in der kognitiven Verarbeitung zum Beispiel der visuellen oder auditiven Wahrnehmung und Differenzierung als in der kognitiven Weiterverarbeitung auf der sprachlichen Ebene zu finden. Forschungsergebnisse fanden Leistungsschwächen im verbalen Kurzzeitgedächtnis, beim Wortabruf und bei der Phonemanalyse.

Die Entwicklungsdyslexie beschreibt die Schwierigkeiten bei der Übertragung von visuellen Informationen in einen sprachlichen Code. Nicht zu unterschätzen sind Einflussfaktoren wie zum Beispiel schulische Lernbedingungen, familiäre Unterstützung sowie individuelle kognitive Lernvoraussetzungen und Lösungsstrategien.

Störungen liegen vor, wenn Ihr Kind eine auditive Differenzierungsschwäche aufweist, das heißt, wenn es Laute nicht gut unterscheiden kann oder Defizite in der Lautsynthese (Laute zu einem Wort zusammenzuziehen) hat.

Defizite in der Lautsegmentierung treten ebenfalls sehr häufig auf, das heißt, dass das Unterteilen eines Wortes in Silben und Laute schwerfällt.

Ein weiteres häufiges Symptom ist ein gestörtes auditives und visuelles Kurzeitgedächtnis Die Kinder neigen zu Konzentrationsschwäche, die zum Beispiel während der Fehlerüberprüfung auftreten kann. Obwohl ihr Kind die korrekte Schreibweise des Wortes kennt, übersieht es beim Überprüfen des Geschriebenen aufgrund seiner Konzentrationsschwäche den Fehler.