Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) und die dafür typischen Symptome

Der Begriff „Autismus“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „auf sich bezogen sein“. Von Leo Kanner und Hans Asperger wurde der Begriff erstmals für Kinder mit einer tiefgreifenden Entwicklungsstörung verwendet. Autistische Störungen können sich ganz unterschiedlich zeigen. Heute spricht man von Autismus-Spektrum-Störungen (ASS).

In der Fachwelt, besonders im englischsprachigen Raum hat sich der Begriff „Autism Spectrum Disorder“ (ASD) oder „Autism Spectrum“ (AS) durchgesetzt. Mit dem Begriff Spektrum wird dabei auf die große Bandbreite und hohe Varianz der Symptome hingewiesen, die unter diesem Störungsbild zusammengefasst werden. (Eberhardt, 2015, S. 14).

Autismus-Spektrum-Störungen sind komplexe und vielseitige neurologische Entwicklungsstörungen und werden aufgeteilt in:

  • Asperger-Syndrom
  • Kanner-Syndrom (Frühkindlicher Autismus)
  • Atypischer Autismus

Menschen mit einer Störung aus dem Autismus-Spektrum nehmen ihre Umwelt anders wahr. Sie können sich nur mit Mühe in andere Menschen einfühlen und adäquat mit ihnen kommunizieren. Sie können die Stimmung ihres Gegenübers aus dessen Gesicht schlecht ablesen. Kontakte werden eher vermieden. Häufig befassen sie sich mit einem Spezialgebiet. Sie haben Schwierigkeiten, sich auf Neues einzustellen und den Wunsch nach Ritualen. Oft orientieren sie sich an Details und haben Mühe, eine Situation ganzheitlich zu erfassen. In vielen Fällen sind die Betroffenen in ihren Bewegungen eher ungeschickt.

Über- oder Unterempfindlichkeiten auf Licht, Gerüche, Geräusche oder Berührungen sind häufig. Sie zeigen sich z. B. als Faszination für Licht oder glänzende Oberflächen, als Angstreaktionen bei spezifischen Geräuschen, als Vorliebe für intensive Körperkontakte oder als auffälliges Beriechen oder Ertasten von Oberflächen und Gegenständen. Diese Über- oder Unterempfindlichkeiten (die autistische Wahrnehmung) führen dazu, dass Kinder oder Erwachsene aus dem Autismus-Spektrum große Probleme haben, ihre Umwelt als sinnvolles Ganzes zu verstehen. Das Erreichen von Lernerfolgen wird dadurch erschwert.

Diese autistischen Merkmale können sehr ausgeprägt sein – dann behindern sie die Entwicklung eines Kindes maßgeblich und treten meistens bereits in den ersten drei Lebensjahren auf. Man spricht in diesem Fall von frühkindlichem Autismus.

Sind die Merkmale weniger deutlich erkennbar, fallen sie dem Umfeld der Betroffenen oder auch der Person selbst oft erst später auf. Die dann gestellte Diagnose ist auch unter dem Namen Asperger-Syndrom bekannt. Die Symptome sind von Person zu Person sehr unterschiedlich und verändern sich in ihrer Ausprägung im Laufe der Entwicklung.

Die genauen Ursachen für eine Autismus-Spektrum-Störung sind noch ungeklärt. Es werden jedoch folgende Faktoren vermutet:

  • genetische Faktoren 
  • neurologische Faktoren (z. B. Gehirnhautentzündung)
  • biochemische Faktoren (z. B. erhöhter Serotoninspiegel)
  • Risikofaktoren in der Schwangerschaft und Geburt (z. B. Rötelninfektion, Sauerstoffmangel)

Bei der Entstehung von Autismus-Spektrum-Störungen spielen mit Sicherheit mehrere Faktoren eine Rolle. Genetische Einflüsse und biologische Abläufe vor, während und nach der Geburt können die Entwicklung des Gehirns beeinträchtigen und die Autismus-Spektrum-Störungen auslösen. Sie entstehen nicht durch Erziehungsfehler oder familiäre Konflikte. Mit gezielter Förderung und Unterstützung können Menschen mit Autismus ihre Fähigkeiten entwickeln und dadurch besser in die Gesellschaft integriert werden.

Eine Autismus-Spektrum-Störung kann mit den verschiedensten Störungsbildern gemeinsam auftreten. Im Folgenden sind die häufigsten aufgelistet:

  • kognitive Störungen (Intelligenzminderung, IQ unter 70)
  • ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom)
  • Down-Syndrom
  • Fragiles-X-Syndrom
  • Epilepsie
  Asperger- Syndrom Kanner-Syndrom (Frühkindlicher Autismus)
Beginn der Störung 2.–3. Lebensjahr in den ersten Lebensmonaten
Blickkontakt Blickkontakt fehlt oder ist selten Blickkontakt kurzzeitig möglich
Sprache häufig sehr früh beginnende Sprachentwicklung mit
herausragendem Sprachvermögen; Neigung zu Wortneuschöpfungen; häufiges Führen von Selbstgesprächen; fehlende nichtsprachliche Komponenten (Gestik und Mimik)
häufig verzögerte oder dauerhaft gehemmte Sprachentwicklung
Motorik Ungeschicklichkeiten,
motorische Retardierung
unauffällige motorische Entwicklung; teilweise verbale und Handlungsstereotypien (Selbststimulation von Sinnesbereichen)
Intelligenz durchschnittliche bis überdurchschnittliche Intelligenz; teilweise außergewöhnliche Spezialbegabung und gutes Abstraktionsvermögen häufig unterdurchschnittliche Intelligenz; schlechtes Abstraktionsvermögen
Sozialverhalten mangelnde soziale Kompetenz und Störung bei der Einschätzung sozialer Situationen bei gleichzeitig bestehendem Wunsch danach; fehlender Kontakt zu Gleichaltrigen (das Kind spielt lieber alleine) kein Lächeln; keine Reaktion auf Zuwendung der Mutter; Kinder sind starr und emotionslos

Frühkindlicher Autismus

Die vom amerikanischen Kinderpsychiater Leo Kannner 1943 beschriebenen Kinder erhielten die Diagnose „Frühkindlicher Autismus“. Man kennt deshalb auch den Namen Kanner-Autismus. Kanners Beschreibung und Definition hat lange das Bild des kindlichen Autismus geprägt.

Bei den betroffenen Kindern sind Auffälligkeiten in drei Bereichen vorhanden:

  1. In der Sprache und der Kommunikation: beispielsweise verspätete oder fehlende Sprachentwicklung oder Verlust von vorhandener Sprache, häufiges Wiederholen von Wörtern oder Sätzen.
  2. Auffälligkeiten bei der sozialen Interaktionen: beispielsweise Besonderheiten im Blickkontakt, bei Mimik und Gestik, wenig Interesse an anderen Personen oder ungeschickte Formen der Kontaktaufnahme, fehlendes Verständnis für Abläufe innerhalb von Gruppen.
  3. Eingeschränkte, repetitive und stereotype Verhaltensmuster, Interessen und Aktivitäten: beispielsweise Drehen an Rädern von Spielzeugautos, Aufreihen von Gegenständen, auffällige Hand- oder Körperbewegungen, Festhalten an Gewohnheiten, Mühe mit Programmänderungen.

Erste Hinweise sind oft ab einem Alter von 12 Monaten vorhanden. Im Alter von 2 bis 2,5 Jahren kann in der Regel eine zuverlässige Diagnose gestellt werden. Kinder mit frühkindlichem Autismus zeigen oft einen allgemeinen Entwicklungsrückstand.

Atypischer Autismus

Sind bei Kindern mit einer autistischen Störung die Symptome nicht in allen drei genannten Bereichen vorhanden, sind sie erst später deutlich geworden oder nicht sehr ausgeprägt, spricht man von atypischem Autismus.

Bei Kindern mit frühkindlichem oder atypischem Autismus ist auch der allgemeine Entwicklungsstand und ihr Funktionsniveau im Alltag von großer Bedeutung. Man unterscheidet deshalb zwischen „high functioning“ und „low functioning“ Autismus, die Grenze liegt bei einem IQ von etwa 70.

Asperger-Syndrom

Der Wiener Kinderarzt Hans Asperger hat über Kinder geschrieben, die vor allem große Probleme hatten, sich in Gruppen zurecht zu finden.

Kinder mit Asperger-Syndrom zeigen in den ersten Lebensjahren eine normale sprachliche und kognitive Entwicklung. Ihre Probleme werden oft erst deutlich, wenn sie mehr Zeit mit anderen Kindern verbringen. Auch sie zeigen Auffälligkeiten in verschiedenen Bereichen:

Beeinträchtigung des sozialen Verhaltens: beispielsweise eingeschränktes Interesse an Gleichaltrigen, Schwierigkeiten, sich in andere hineinzuversetzen, oft ungeschickter sozialer Umgang mit anderen Menschen.

Sprach- und Sprechauffälligkeiten: beispielsweise eine altkluge, pedantische Ausdrucksweise oder eine besondere Sprachmelodie, wörtliches Verständnis und dadurch Mühe mit Ironie oder Wortspielen.

Auffälligkeiten in der nonverbalen Kommunikation: beispielsweise im Blickkontakt oder im Einsatz von Mimik und Gestik.

Ausgeprägte Interessen, die viel Zeit beanspruchen, repetitiv ausgeübt werden und oft einen eher technischen Charakter haben, z. B. Vorliebe für Formeln, Fahrpläne, technische Details, historische Daten oder Ähnliches; Mädchen und Frauen interessieren sich oft auch für Leute mit speziellen Begabungen oder für einzelne Tierarten.

Daneben gibt es häufig Schwierigkeiten, sich auf Neues einzustellen und den Wunsch, Alltagsabläufe immer gleich zu gestalten (Rituale). In vielen Fällen sind die Betroffenen in ihren Bewegungen ungeschickt. Sie reagieren oft überempfindlich auf grelles Licht, spezielle Geräusche, Gerüche oder Berührungen.

Im Gegensatz zu den anderen autistischen Formen werden die Probleme der betroffenen Kinder oder Jugendlichen oft erst im Kindergarten oder in der Schule deutlich – manchmal sogar erst im Erwachsenenalter.

Die Wahrnehmung und das Denken von Menschen mit Asperger-Syndrom unterscheidet sich stark von dem der anderen „neurotypischen“ Menschen. Diese sind in der Lage, sich in einer neuen Situation schnell einen Überblick zu verschaffen, während „Aspies“ (so nennen sich Menschen mit Asperger-Syndrom selbst) meist viele Details wahrnehmen und dann versuchen, ein System dahinter zu erkennen. Sie haben oft auch ein sehr gutes Gedächtnis für diese Details.

Der atypische Autismus unterscheidet sich vom frühkindlichen Autismus lediglich dadurch, dass sich die autistischen Züge erst nach dem 3. Lebensjahr manifestieren. Teilweise werden auch nicht alle diagnostischen Kriterien für den frühkindlichen Autismus erfüllt.

Zusammen mit dem Autismus können komorbide Störungen (Begleiterkrankungen) auftreten, wie zum Beispiel:

  • AD(H)S (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, Konzentrationsprobleme, die aufgrund leichter Ablenkbarkeit durch Außenreize oder eigene Gedanken entstehen und mit Impulsivität und Hyperaktivität gekoppelt sein können.)
  • Tourette-Syndrom (Dies ist eine neuropsychiatrische Erkrankung, die durch das Auftreten von „Tics“ charakterisiert ist.)
  • Depressionen, Phobien, posttraumatische Belastungsstörungen, Zwangsstörungen, Essstörungen, Schlafstörungen, Stottern, etc.

Viele Untersuchungen haben gezeigt, dass sich Fachleute in der Regel einig sind, wann eine Autismus-Diagnose gestellt wird. Die amerikanischen Autismus-Spezialisten haben entschieden, in ihrem Diagnose-System DSM-5 nur noch die Diagnose „Autismus-Spektrum-Störung“ (ASS) zu verwenden. Um die betroffenen Personen noch genauer zu beschreiben, wird festgehalten, ob eine ASS mit oder ohne Sprachstörung, geistiger Behinderung oder zum Beispiel Epilepsie vorliegt. Der Schweregrad der autistischen Störung wird über den Unterstützungsbedarf der Betroffenen beschrieben (tief, mittel oder hoch). 

Das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und in der Schweiz verwendete Diagnose-System ICD-10 wird zurzeit überarbeitet. Es ist noch nicht klar, ob in den Katalog ICD-11 alle Neuerungen in Bezug auf ASS aus dem DSM-5-System übernommen werden.

Meist sind es die Eltern, die sich wegen der Entwicklung ihres Kindes oder Jugendlichen Sorgen machen und den Eindruck haben, dass „etwas nicht stimmt“. Es kommt aber auch vor, dass Fachpersonen, die das Kind in einer Gruppe sehen, erstmals einen Verdacht äußern. Jugendliche und Erwachsene vermuten manchmal zuerst selbst, dass eine autistische Störung vorhanden sein könnte, wenn sie entsprechende Informationen oder Fragebögen beispielsweise im Internet gefunden haben. 

Es gibt keinen spezifischen Test, mit dem die Diagnose einer Autismus-Spektrum-Störung gestellt werden kann. Die Diagnose beruht auf genauen Angaben zur bisherigen Entwicklung und dem aktuellen Befinden und Verhalten der betroffenen Person. Bei Kindern werden dazu in erster Linie die Eltern befragt. Teilweise werden auch Fachpersonen interviewt, die das Kind aus Krippe, Schule oder aus Therapien kennen.

Auch bei einer Verdachtsdiagnose sollte nicht unnötig Zeit verstreichen, sondern mit gezielten Fördermaßnahmen für die Betroffenen so früh wie möglich begonnen werden.

Bei Kindern mit frühkindlichem Autismus kann die Diagnose in der Regel im Alter von 2 bis 2,5 Jahren gestellt werden. Bei Kindern mit Asperger-Syndrom werden die Probleme meist erst im Kindergarten oder Schulalter deutlich. Bei Erwachsenen sind die autistischen Symptome manchmal durch Depressionen, Ängste oder Zwänge überlagert, was die Diagnose erschwert.

Die richtige Diagnose ist die Voraussetzung für eine autismusspezifische Unterstützung und Förderung. Sie kann Jugendlichen und Erwachsenen helfen, ihre Probleme im Alltag besser zu verstehen und nach neuen Wegen der Bewältigung zu suchen.

  • Rat und Unterstützung bei Fachpersonen einholen
  • Kontakt zu anderen betroffenen Familien suchen
  • Die Stärken der Betroffenen erkennen, wertschätzen und fördern
  • Therapien, Sozialtrainings und Unterstützungsmaßnahmen suchen, die auf die Bedürfnisse der Betroffenen zugeschnitten sind
  • Ruhige „Zonen“ schaffen, in die sich die Betroffenen zurückziehen können
  • Geduld haben, weil die Betroffenen mehr Zeit benötigen, um sich auszudrücken
  • Eigenwillige Denkvorgänge und Reaktionen zu verstehen versuchen und einfühlsam damit umzugehen
  • Betroffene zum Mitmachen und Mitkommen bewegen, auch wenn diese vielleicht lieber zu Hause bleiben würden
  • Da Übergänge für die Betroffenen eine große Herausforderung sind, müssen sich die Menschen im Umfeld lange vorher damit auseinandersetzen und die nötigen Maßnahmen rechtzeitig planen
  • Betreuungspersonen, Lehrkräfte, Fachleute und andere Beteiligte sollen möglichst gut informiert sein und zusammenarbeiten
  • Hilfe dabei, Freizeitbeschäftigungen zu finden, die den Spezialbegabungen der Betroffenen entsprechen und die sie regelmäßig mit anderen Menschen zusammenbringen

Bei frühkindlichem Autismus betreffen die wichtigsten Merkmale die Sprache. Daher nimmt die Sprachförderung eine hohe Stellung innerhalb der Unterstützungsangebote ein. 

Dabei kann eine Intervention sehr unterschiedlich gestaltet sein. Für autistische Kinder steht die Sprachanbahnung im Vordergrund, wofür sich verhaltenstherapeutische Maßnahmen bewährt haben. Der Sprach- und Kommunikationsaufbau umfasst die Schulung des Sprachverständnisse, sowie den Aufbau von Imitationsfähigkeit, woraus die echolalische Sprache und danach die eigentliche Sprache entstehen soll (vgl. Kehrer, 2000, S. 158ff.). Prognostisch sind vor allem Alter und Sprachentwicklungsstand bei der Therapieaufnahme ausschlaggebend (vgl. Poustka et al., 2004, S. 106).

Eine logopädische Intervention bei frühkindlichem Autismus wird laut Poustka initiiert, „wenn die Verwendung einfacher funktionaler Sprache im Alltag bereits begonnen hat, das Kind über ein gewisses Sprachverständnis verfügt und einfache Instruktionen versteht“ (Poustka et. al., 2004). Somit wird der Fokus auf das Kind und dessen individuellen Fähigkeiten und Ressourcen gelegt. 

Ziel einer Therapie ist, wie bei jeder logopädischen Intervention, die Verbesserung der sprachlichen und kommunikativen Möglichkeiten, bis hin zur selbstständigen Verständigung im Alltag. Die Interdisziplinarität ist in der Autismus-Therapie unumgänglich. Beispielsweise findet der Austausch zwischen Logopäden und Lehr- und Betreuungspersonen in schulischen Einrichtungen fortlaufend statt. 

Die Elternarbeit spielt dort eine zentrale Rolle. Betrachtet man den frühkindlichen Autismus in der Therapie, so erhalten die Eltern des Kindes einen wichtigen Stellenwert im therapeutischen Kontext. Dieser Gedanke der Zusammenarbeit lässt sich auch auf allgemeine Unterstützungsmöglichkeiten ausweiten, die direkt mit einer Therapie nichts zu tun haben. Auch in diesen Bereichen sollten die betreuenden Personen stets Kontakt zu den Eltern haben und Elternarbeit betreiben, um das Kind adäquat fördern oder betreuen zu können. 

Bisher war die Rede mehrheitlich von Schwierigkeiten und Problemen, mit denen autistische Menschen im Alltag zu kämpfen haben. Sie haben aber auch viele Stärken.

Menschen aus dem autistischen Spektrum sind in der Regel ehrlich und in ihrer Kommunikation offen und direkt. Hintergedanken und Lügen sind ihnen fremd. Wenn sie sich für ein Thema oder eine Tätigkeit interessieren, können sie sich mit großer Begeisterung und Ausdauer darin vertiefen und sich viel Wissen und Fertigkeiten aneignen. Damit verbundene Tätigkeiten führen sie gewissenhaft und konzentriert durch. Bei Arbeiten, bei denen Genauigkeit und Sinn für Details gefragt sind, haben Menschen aus dem Autismus-Spektrum gute Chancen, sich weiterzuentwickeln. Erfolgversprechend ist die Verknüpfung des Spezialinteresses mit Ausbildung und Beruf.

Basierend auf einem ausführlichen Gespräch sowie standardisierten und informellen Diagnostikverfahren beraten wir Sie gerne hinsichtlich Therapiebedarf und Therapieansätzen.

Weiterhin geben wir Ihnen wichtige Tipps mit auf den Weg, mit welchen Maßnahmen Sie den Therapieverlauf positiv beeinflussen können. Der Umgang mit Frust, Ängsten und Trotz stellt eine große Herausforderung dar. Als Logopäden sind wir Fachkräfte für Kommunikation und Verständnis und können zwischen den oft nicht verständlichen und häufig sehr heftigen Reaktionen der autistischen Kinder und ihrer Umwelt vermitteln. Gemeinsam finden wir Möglichkeiten, Ihnen die Kommunikation im Alltag und auch in Extremsituationen zu erleichtern. 

Jede Therapie wird individuell an die Wünsche und Ziele des Patienten angepasst und gestaltet.