Stimmstörungen bei Erwachsenen

Stimmstörungen / Dysphonien

Ein Schwerpunkt unserer Praxis ist die Behandlung von Stimmstörungen (Dysphonien). Wenn Sie viel sprechen müssen, Sprechen zunehmend anstrengend für Sie wird, Sie öfter heiser werden, Ihre Stimme zu hoch und klangarm erscheint oder Atem- und Stimmprobleme nach einer Operation auftreten, kann eine logopädische Beratung angezeigt sein.

Die Diagnostik einer Stimmstörung beinhaltet neben dem differenzierten Stimmbefund auch die Wahrnehmung der Signalgebung der Stimmstörung im Gesamtzusammenhang der Persönlichkeit. Der Therapieverlauf wird individuell anhand des Stimmfunktionskreises erarbeitet und durchgeführt und ist somit störungsspezifisch und patientenzentriert. Die gezielte Auswahl aus der Methodenvielfalt ermöglicht eine multimodale Therapie, die holistisch ausgerichtet ist und komplementäre Verfahren einschließt.

Das methodische Vorgehen passt sich grundsätzlich an die Fähigkeiten und Ressourcen der Patienten an und orientiert sich an der ICF (International Classification of Functioning, Disability and Health). Es beinhaltet die Regeneration der Stimmfunktion bis hin zur Klang- und Kraftentfaltung in der Sprech- und Singstimme.

Eine Stimmstörung (Dysphonie) ist gekennzeichnet durch eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit der Stimme bei der Stimmgebung. Die Stimmgebung kann bei Erkrankungen oder Funktionsstörungen des Kehlkopfes, des Rachen- und Mundraumes oder des Atmungsapparates beeinträchtigt sein. Stimmstörungen können vom Kindesalter (kindliche Dysphonien) an bis ins hohe Alter (Presbyphonien) auftreten. 

Es ist sehr wichtig, die Veränderungen der Stimme nach einer Stimmtherapie zu dokumentieren. Hierzu werden verschiedene Messmittel eingesetzt, z. B. Fragebögen zur Belastbarkeit der Stimme im Alltag und PC-gestützte Verfahren. Für die medizinische Überprüfung der Wirksamkeit der Therapie kooperieren wir mit HNO-Ärzten und Phoniatern.

Stimmstörungen bei Erwachsenen können funktionelle oder organische Ursachen haben. Die Symptome können sich durch Heiserkeit (ohne akuten Infekt), eingeschränkte Belastbarkeit der Stimme, Schmerzen oder einem Fremdkörpergefühl im Kehlkopf äußern. Die häufigste Form der Stimmstörungen sind die auf einem fehlerhaften Gebrauch der Stimmorgane beruhenden sog. funktionellen Stimmstörungen. Sie können als ein „Zuviel“ (hyperfunktionelle Dysphonie) oder „Zuwenig“ (hypofunktionelle Dysphonie) an Spannung der an der Stimmgebung beteiligten Muskeln auftreten.

Die psychogene Stimmstörung kann sich in ihrem Stimmklang an den Symptomen der hyper- oder hypofunktionellen Stimmstörungen äußern. Ursache der Stimmveränderungen sind psychische Probleme oder Störungen.

Organische Stimmstörungen beruhen auf organisch feststellbaren Veränderungen. Diese können beispielsweise entzündliche Veränderungen des Kehlkopfes (z. B. akute Layngitiden), Kehlkopfanomalien, Kehlkopfpapillomatosen, Zysten, Polypen und Folgen von Lähmungen oder Tumoren sein. Auch können Stimmstörungen im Rahmen chromosomaler Veränderungen oder auf dem Boden eines Refluxes entstehen sowie hormonell oder traumatisch bedingt sein. 

Bei der Entstehung einer psychogenen Stimmstörung können Persönlichkeitsauffälligkeiten, Stresssituationen und belastende Lebensereignisse eine wesentliche Rolle spielen. Sie tritt unabhängig von einer Stimmbelastung auf und wird am häufigsten bei Frauen diagnostiziert. Als Extremform ist die psychogene Aphonie in Form eines völligen Stimmverlustes anzusehen bei gleichzeitig unauffälligem organischem Kehlkopfbefund.

Folgende Symptome können auf die Notwendigkeit einer Stimmtherapie hinweisen, wenn sie länger andauern:

  • Stimmermüdung
  • Schmerzen beim Sprechen
  • Schluckbeschwerden
  • Verschleimung
  • Eingeschränkte stimmliche Belastbarkeit (schnelle Ermüdung, Kraftlosigkeit der Stimme)
  • Veränderung der Stimmlage und Tonhöhe (zu hoch/zu tief, zu leise/zu laut)
  • Veränderung des Stimmklangs (z. B. heiser, rau, verhaucht, klangärmer)
  • Veränderung der Atmung (z. B. erhöhte Atemfrequenz, flach, gepresst, unregelmäßig)
  • Veränderung des Muskeltonus (Unter-/Überspannung)
  • Räusperzwang und Reizhusten
  • Missempfindungen im Rachen-/Kehlkopfbereich (Trockenheitsgefühl, Kratzen, Druck-/Engegefühl)

Stimmstörungen können funktionelle, organische oder psychogene Ursachen haben:

  • Organische/medizinische Faktoren (z. B. entzündliche Erkrankungen, Verletzungen nach Operationen)
  • Konstitutionelle Faktoren (z. B. Größe und Form des Kehlkopfes)
  • Habituelle Faktoren (z. B. häufiges Räuspern, dauerhaft zu lautes Sprechen)
  • Psychogene Faktoren (z. B. Stress, Depressionen, Krisen-/Konfliktsituationen)
  • Ponogene Faktoren (z. B. zu langer/lauter Stimmgebrauch im Beruf)
  • Hormonelle Faktoren
  • Allergene Faktoren
  • Hörprobleme
  • Refluxerkrankung
  • Schädigung der Schleimhäute durch Rauchen

Erwachsene länger als 2 Wochen heiser klingen, die Stimme vorübergehend versagt oder vermindert belastbar ist, bei Räusperzwang und häufigem Hustenreiz, bei Atemnot/Luftknappheit und Druck-/Engegefühl im Hals- und Kehlkopfbereich,

Unter Stimmhygiene aus phoniatrischer Sicht werden alle vorsorglichen Verhaltensweisen und Maßnahmen verstanden, die auf die Gesunderhaltung und optimale Funktionsfähigkeit des Stimmorgans und Stimmmechanismus gerichtet sind. Das Hilfsangebot umfasst Vorsorgeuntersuchungen, ausbildungsbegleitende Stimmbildung bis zu allgemeinem Körpertraining.

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Eine Stimmtherapie dauert in der Regel etwa 20 Sitzungen zu je 45 Minuten und erfolgt auf Verordnung von HNO-Ärzten oder Phoniatern. Die Kosten werden von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen. Das Ziel jeder Stimmtherapie ist die Verbesserung der stimmlichen Leistungsfähigkeit im Alltag.

  • Individuelle Stimmanalyse und gemeinsame Festlegung von Therapiezielen
  • Anleitung zum gesunden Umgang mit der Stimme (sogenannte „Dos and Don‘ts“)
  • Stimme praktisch: Wie funktioniert das?
  • Atemtechnik, Entspannungs- und Lockerungsübungen
  • Erstellen individueller Übungsprogramme
  • Praktische Übungen zur Atmung, Haltung, Artikulation, Modulation und Lautstärke 
  • Tipps und Tricks für Vielsprecher
  • Verständlich sprechen – wirkungsvoll sprechen
  • Beratung bei psychodynamischen Einflüssen auf die Stimmfunktion (Zusammenhang Stimme-Stimmung-Persönlichkeit)
  • Anleitung zur individuellen Weiterarbeit nach der Therapie
  • Erfolgskontrolle durch Vorher-Nachher-Messungen

Stimmtherapie

Im „Sprechzimmer“ ist ein Schwerpunkt die Behandlung von akuten und chronischen Stimmstörungen. Dazu gehören unter anderem die intensive Behandlung hartnäckiger Kehlkopfentzündungen mit konservativen Maßnahmen, die übende Behandlung bei organischen und funktionellen Stimmstörungen und bei Kehlkopflähmungen sowie auch bei Patienten mit sogenannten neurogenen Stimmstörungen, beispielsweise bei Patienten mit der Parkinson-Erkrankung oder bei Dysarthrophonie nach einem Schlaganfall oder einer Hirnblutung.

Unter der konservativen Stimmtherapie versteht man eine Übungsbehandlung zur Verbesserung oder Wiederherstellung der Stimmfunktion. Diese wird von uns spezifisch und individuell geplant und durchgeführt. Insbesondere funktionelle Dysphonien werden mittels einer Übungstherapie behandelt, aber auch organische Dysphonien können (in der Regel nach einer stimmverbessernden Operation = Phonochirurgie) von einer Stimmtherapie profitieren.

Alle Faktoren, die an der Stimmgebung beteiligt sind, werden in die Therapie einbezogen. Die Schwerpunktsetzung erfolgt je nach Ursache und Ausprägung der Störung.

Tonus bezeichnet den Spannungszustand der Muskulatur. Der Muskeltonus im Larynx (Kehlkopf), aber auch im gesamten Körper wird durch Entspannungs- oder Bewegungsübungen reguliert und ausbalanciert. Dadurch wird auch die Körperhaltung verbessert. Erreicht wird dies in der Therapie z. B. durch „Progressive Muskelrelaxation“ („PMR nach Jacobson“) oder „Eutonie“ nach Gerda Alexander.

Atmung: In der logopädischen Therapie steht die Atmung während des Sprechens im Vordergrund. Hier werden u. a. die costo-abdominale Atmung, auch Bauchatmung genannt, Atemrhythmus und Luftabgabe beim Sprechen trainiert. Es werden Techniken wie die „Atemrhythmisch angepasste Phonation“ („AAP nach Coblenzer/Muhar“) erarbeitet.

Phonation bezeichnet die Stimmerzeugung im Larynx, dem Kehlkopf. Je nach Art der Stimmstörung werden Übungen zur Stimmkräftigung, Resonanz und Stimmökonomisierung durchgeführt. Hier kommen Methoden wie „Funktionelles Stimmtraining“ nach dem Erlanger Modell oder die „Akzentmethode“ nach S. Smith zum Einsatz. In speziellen Fällen wird während der Übungen mit Reizstrom behandelt. 

Artikulation: Unsere Aussprache und die dazu benötigte Muskulatur haben großen Einfluss auf die Stimmqualität. Übungen für Zunge, Lippen und Kiefer und sind daher wesentlich in der Stimmtherapie und werden z. B. nach der „Kaumethode von Fröschels“ oder der „Plastischen Artikulation“ nach Coblenzer/Muhar durchgeführt. 

Intention: Was, wie und wem wir etwas sagen, beeinflusst unseren Stimmklang. In der Therapie spielen daher auch Rollenspiele zum Training von schwierigen Sprechsituationen (z. B. Vorträge) und der richtige Einsatz von Körpersprache, Mimik und Gestik eine wichtige Rolle.

Persönlichkeit: Stimme ist Stimmung und damit Ausdruck der Persönlichkeit. Schwere psychische Belastungen können zu einer Stimmstörung führen. Die Wahrnehmung der eigenen Stimme und therapeutische Gespräche sind daher Bestandteile der Stimmtherapie.

Die stimmtherapeutische Behandlung ist immer ein Zusammenspiel der oben genannten Bereiche mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung. Sie orientiert sich im ganzheitlichen Sinne an der individuellen Symptomatik und Persönlichkeit des Patienten.

Reizstromtherapie

Durch die Anwendung von Reizstrom bei der vocaSTIM-Behandlung in der logopädischen Stimmtherapie werden häufig schnellere und stabilere Behandlungserfolge erreicht. 

In der Therapie werden zwei unterschiedlich gepolte Elektroden (bipolare Reizung) am Kehlkopf angelegt. Während der Stromapplikation mit festgelegten Parametern werden unter Anleitung intensive Stimmübungen durchgeführt. 

Die Behandlung ist völlig schmerzfrei und wird individuell auf den Patienten eingestellt.

Eine sinnvolle und effektive Behandlungsintensität umfasst ein- bis zweimal täglich 10-12 Minuten Reizstrom plus einer Aufwärmphase mit insgesamt ca. 15–20 Sitzungen und ist nur in Kombination mit Phonationsübungen sinnvoll. 

    1. Kräftigung einer zu schwachen Larynxmuskulatur beispielsweise bei hypofunktionellen Dysphonien, auch mit sekundären organischen Veränderungen, die auf eine Muskelschwäche zurückzuführen sind.
    2. Verzögerung und Vorbeugung einer möglichen muskulären Inaktivitätsatrophie bei gelähmter Kehlkopfmuskulatur, zum Beispiel bei Rekurrensparesen (Stimmbandlähmung) nach einer Schilddrüsenoperation (Struma-OP).
  • akuter Kehlkopfentzündung (Laryngitis),
  • spastischen Stimmstörungen,
  • Organbefunden (Zysten, Polypen, Ödeme),
  • doppelseitiger Kehlkopflähmung.

Stimmstörungen bei Erwachsenen

Stimmstörungen bei Erwachsenen können funktionelle oder organische Ursachen haben. Die Symptome können sich durch Heiserkeit (ohne akuten Infekt), eingeschränkte Belastbarkeit der Stimme, Schmerzen oder einem Fremdkörpergefühl im Kehlkopf äußern.

Mit organischen Stimmstörungen werden Erkrankungen bezeichnet, bei denen es zu einer organischen Veränderung im Bereich der Stimme kommt, zum Beispiel Knötchen, Entzündungen, Ödeme, Veränderungen durch Unfälle oder Operationen, Lähmungen oder Teilentfernungen der Stimmlippen – im schwerwiegendsten Fall Kehlkopfentfernungen – bei Kehlkopfkrebs.

Bei funktionellen Stimmstörungen gibt es keine organische Veränderung, dennoch ist das Schwingungs- und Schließungsverhalten der Stimmlippen gestört. Häufig tritt diese Art der Störung bei Berufssprechern auf. Dies wird häufig durch falschen oder ungünstigen Stimmgebrauch bei Überlastung (zu viel und zu lautes Sprechen), Umweltbelastungen (d. h. Sprechen in zu trockenen Räumen), durch psychische Belastungen sowie Stress, Überlastung und Konflikte verursacht. Wenn die funktionellen Stimmstörungen nicht behandelt werden, können sekundär organische Stimmstörungen, zum Beispiel Veränderungen auf Stimmlippenebene auftreten.

Bei der hyperfunktionellen Stimmstörung ist die Stimme heiser, rau, gepresst, angestrengt und ermüdet bei stimmlicher Belastung. Sie kann auch zu tief oder zu hoch sein. Oft neigen die Patienten zu einer erhöhten Körperspannung, vor allem im Schulter-Nacken-Kiefer-Bereich.

Bei der hypofunktionellen Stimmstörung hingegen zeigt die Stimme einen heiseren, schwachen und behauchten Stimmklang. Häufig gepaart mit einem geringen Muskeltonus. Es existieren auch Mischformen von hyper- und hypofunktionellen Stimmstörungen mit primären und sekundären Anteilen einer Form.

Die psychogene Stimmstörung kann sich in ihrem Stimmklang an den Symptomen der hyper- oder hypofunktionellen Stimmstörungen äußern. Ursache der Stimmveränderungen sind psychische Probleme oder Störungen.

Stimmstörungen durch hormonelle Einflüsse

Die Stimme kann sich auch durch hormonelle Einflüsse verändern. Die häufigsten Veränderungen sind im Bereich der Stimmhöhe sowie der Leistungsfähigkeit hörbar.

Organische Stimmstörungen kommen im Säuglingsalter und Kindesalter aufgrund von Fehlbildungen des Kehlkopfes vor. Bei Vorschulkindern sowie Schulkindern können organische Stimmstörungen als sekundäre organische Veränderungen beispielsweise durch entzündliche Erkrankungen im Bereich des Kehlkopfes, durch „Schreiknötchen“ oder als Folge von Verletzungen im Bereich des Kehlkopfes (z. B. durch Operationen und Unfälle) vorkommen.

Funktionelle Stimmstörungen

Ursachen für eine funktionellen Stimmstörung können ein zu intensiver und falscher Stimmeinsatz, eine ungünstige Körperhaltung, ungünstige Stimmmodelle (Eltern, Bezugspersonen, Freunde mit einem auffälligen Stimmklang, oder Comicfiguren, die bewundert werden), ungünstige Umweltbedingungen, eine familiär bedingte Stimmschwäche, Hörstörungen bei den Kinder selbst oder bei den Eltern sein. Es wird zwischen hyper- und hypofunktionellen Stimmstörungen unterschieden, je nachdem, ob mit zu viel oder zu wenig Spannung gesprochen wird.

Die hyperfunktionelle Stimmstörung kommt prozentual gesehen am häufigsten vor. Die Stimme klingt heiser, rau, gepresst, teilweise sogar ohne Ton, angestrengt und ermüdet bei Belastung schnell. Die betroffenen Kinder sprechen meistens zu schnell, undeutlich und eher laut. Die Körperspannung ist vorwiegend im Schulter-Nacken-Kiefer-Bereich erhöht.

Bei der hypofunktionellen Stimmstörung hört sich die Stimme heiser, kraftlos und stark behaucht an. Häufig gehen diese Symptome mit Kurzatmigkeit beim Sprechen einher, die Artikulation ist meist undeutlich und die betroffenen Kinder sprechen oft sehr leise und unverständlich. Diese Kinder neigen zur Hypotonie, das heißt, sie sind von der Körperspannung her eher schlaff und bewegen sich ungern.

Auch bei Kindern existieren Mischformen von hyper- und hypofunktionellen Stimmstörungen mit primären und sekundären Anteilen einer Form.

Psychogene Stimmstörungen

Psychogene Stimmstörungen treten bei Kindern eher selten auf. Die Veränderung des Stimmklangs aufgrund von psychischen Beeinträchtigungen treten meist bei Kindern in Kombination mit anderen psychischen Störungen auf, beispielsweise Magersucht oder Bulimie. Eine ihrer Formen ist die psychogene Aphonie, d. h. eine völlige Stimmlosigkeit, die nach einem traumatischen Erlebnis oder einem Schock auftritt.

Stimmstörungen bei Berufssprechern

Als Berufsdysphonie werden funktionelle Stimmstörungen bezeichnet, die im Zusammenhang mit der Ausübung sprechintensiver Berufe (z. B. bei Lehrern, Erziehern und Schauspielern) auftreten. Es besteht ein Missverhältnis zwischen der geforderten und der realisierbaren Stimmleistung. Typisch sind zunehmende Heiserkeit nach zwei- bis dreistündigem Sprechen, Räusperzwang und Trockenheitsgefühl sowie Schmerzen im Halsbereich. 

Neben der individuellen stimmlichen Konstitution und Technik sind vor allem externe Risikofaktoren für die Entstehung einer Stimmstörung verantwortlich. Hauptfaktor ist hier die erhöhte Sprechbelastung, aber auch Hintergrundlärm, schlechte räumliche Akustik (z. B. für Sportlehrer in Turnhallen), niedrige Luftfeuchtigkeit und -qualität, ungünstige Arbeitshaltung, Stress, unzureichende technische Ausstattung, falsche Behandlung von Frühsymptomen, fehlende Stimmbildung in der Ausbildung sowie fehlende stimmliche Eignungsuntersuchungen.

Stimmstörungen treten bei ca. sechs Prozent der Bevölkerung auf, bei Berufssprechern wie Callcenter-Agenten, Lehrern und Erziehern dagegen zwei- bis dreimal häufiger. 

Wenn Sie sich zu diesem Thema beraten lassen wollen oder konkrete Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne. Wir können Ihre Fragen zu einer optimalen Behandlung oder bei eventuellen Schwierigkeiten beantworten.